Sie alle haben einen pädagogischen Background. Sie haben als Erzieher*innen oder Heilerziehungspfleger*innen gearbeitet. Und sie alle sind in ihrer beruflichen Praxis auf Herausforderungen gestoßen, für die ihnen das fachliche Rüstzeug fehlte. Und sie in ihrem Anspruch, allen Kindern gerecht zu werden, an die eigenen Grenzen brachte. Jetzt sitzen sie gemeinsam im Klassenraum von Barbara Altemeier, die am Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg (TGB) die ersten Studierenden durch den neuen Bildungsgang Heilpädagogik leitet. Sie sind inzwischen Feuer und Flamme – für den Beruf und für die Weiterbildung am TGB. Jetzt eint sie eine Vision: Sie möchten in ihren künftigen Arbeitsfeldern etwas anstoßen und für Menschen mit besonderen Bedarfen einstehen.
Das Theresia Gerhardinger Berufskolleg – Warburg (TGB) hat sein Ausbildungsportfolio erweitert: Für Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen, die ihre beruflichen Perspektiven erweitern möchten, wird eine Zusatzqualifizierung zum Heilpädagogen/zur Heilpädagogin angeboten. Wer Inklusion und Diversität mitgestalten, seine Kompetenzen erweitern, neue Handlungsfelder erschließen, mehr Verantwortung übernehmen und sein Gehalt verbessern möchte, ist in der einjährigen Weiterqualifizierung in Vollzeitform richtig. Und die Aufgaben und Einsatzorte der Heilpädagog*innen sind extrem vielseitig.
„Wenn man so etwas erlebt, dann weiß man: Hier bin ich richtig.“ Angelika de Roos ist „Türöffnerin“. Als Heilpädagogin in der Frühförderung begibt sie sich für ihre in der Entwicklung beeinträchtigten Schützlinge auf die Suche nach den Schlüsseln für die Schubladen, in denen sich die einzelnen Fähigkeiten befinden und die die Kinder alleine nicht öffnen können. „Meine Aufgabe ist es, den richtigen Schlüssel zu finden, um den Kindern den Weg zu zeigen, damit sie sich eigenständig entwickeln können“, schildert die Leiterin der Heilpädagogischen Ambulanz (HPA) in Rietberg ihre Passion.